Spielmannszug der Feuerwehr Gerolstein

Oberbrandmeister Jakob Hoffmann, während seines Militärdienstes zu Kaiserzeiten auch Mitglied eines Tambourzuges, hat 1912 den Spielmannszug gegründet. Er war auch Mitbegründer der Feuerwehrkapelle Densborn, heute Kylltalmusikanten.
Seine Sternstunden hatte dieser Spielmannszug jedoch in den 50er, 60er und 70er Jahren, als man sich auf verschiedenen musikalischen Wettkämpfen durchaus mit den Besten in Rheinland-Pfalz messen
konnte. Geleitet wurde der weit über die Grenzen des Gerolsteiner Landes bekannte Zug von den Tambourmajoren Jakob Hoffmann, Arnold Gerhards, Heinz Thelen, Christian Erasmi und bis zu seinem Tod 1994
von Karl Feltes.
Ein erster Verjüngungsversuch unter Rainer Luxen war 1991 zunächst erfolgreich, jedoch nicht von Dauer. Fünf Jahre blieb es ruhig um die Musikinstrumente, nur interne Auftritte beim alljährlichen Familienabend und Geburtstagen waren zu verzeichnen. Als Andenken an schöne Zeiten wurden die Instrumente im Feuerwehrgerätehaus am Alten Marktplatz gehortet und zur jederzeitigen Nutzung bereitgehalten.
Erst im Jahre 1999 konnte das Ziel, mit einem funktionstüchtigen Spielmannszug ins neue Feuerwehrhaus in der Lissinger Straße umzuziehen, erreicht werden, als man mit Erich Heitmann einen hervorragenden Leiter und Ausbilder fand, der durch die Leitung von mehreren Musikcorps in seiner Heimatstadt Bochum bestens vorgebildet ist. Nach einem halben Jahr intensiver Vorbereitung, indem vier Ausbilder darauf hinarbeiteten, wurde im August 1999 der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Gerolstein neu aktiviert. Nach nur vier Monaten war man schon bereit, den Umzug mit zu gestalten.
Zur Zeit übt der Spielmannszug unter der Leitung von Tambourmajorin Ute Junk jeden Dienstag von 18.00 bis 20.00 Uhr. Jedoch sind jederzeit neue Mitglieder auf den Proben gern gesehen, da vor allem im Bereich der Flöten nie genug Leute mitwirken können.
Der Spielmannszug bei seinem 50jährigen Jubiläum 1962.
